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Patrizier, Bürger, Einwohner der Freien und Hansestadt Danzig in Stamm- und Namentafeln vom 14.-18. Jahrhundert
Projektpate Dr. Ernst Peter Weichbrodt

Dr. Ernst Peter Weichbrodt
Projektpate und Bearbeiter
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Diese 2337 genealogischen Tafeln zu Familien aus Danzig, zum Teil auch aus Westpreußen und Hinterpommern, zusammengetragen aus Kirchenbüchern der Stadt Danzig und anderen Quellen, hat Dorothea Weichbrodt geb. von Tiedemann (1916-2008) in den 1970er und 1980er Jahren zusammengestellt und in fünf Bänden in Kleinstauflage von max. 50 Stück je Band zwischen 1988 und 1993 herausgebracht. Die Drucke sind seit langem vergriffen und nur in wenigen öffentlichen Bibliotheken vorhanden.

Um das Jahr 2000 hat die Verfasserin die Tafeln, die als Druckvorlage gedient hatten, dem Verein für Familienforschung in Ost- und Westpreußen e.V., dem sie seit etwa 1973 angehört hatte, zur Aufbewahrung und weiteren Auswertung übergeben.
Nachdem der Verein die Möglichkeit für eine datenbankbasierte digitale Veröffentlichung hat, wurden sie von Dr. Ernst Weichbrodt (* 1940 in Danzig) im Jahre 2019 gescannt, die Familiennamen tabellarisch erfasst und von Ute Siaden Ortega (beide ebenfalls im Verein) als Datenbankanwendung eingerichtet.
Die Datenbank der Familiennamen weist immer alle zu einem Namen gehörenden Tafeln nach, auch wenn diese in verschiedenen Bänden veröffentlicht wurden. (Bisher) nicht in der Namensliste enthalten sind die Namen von angeheirateten Personen.
Die fünf gedruckten Bände enthalten jeweils außer ihrem Hauptteil, den genealogischen Tafeln, in geringem Umfang weitere Teile. Von diesen sind hier wiedergegeben die Vorworte, die ein lebendiges Bild geben von der Gedanken- und Gefühlswelt der Verfasserin.

Es folgen die "Grabsteine mit Hausmarken in St. Marien Danzig" (aus Band 1, S. 501-503), entnommen dem Sterberegister für die Jahre 1601-1840 (Staatliches Archiv Danzig, Sign. APG 354 / jetzt online - nur nach Registrierung - Abfrage 17.12.2020). Ferner der Inhalt des "Glöcknerbuches von St. Marien in Danzig" (aus Band 5, S. 327-334). Dazu hat die Verfasserin im Vorwort zum 1. Band (Seite 2) wichtige Anmerkungen gemacht. Schließlich eine Zusammenstellung "Mennonitische Trauungen und Beerdigungen" (aus Band 5, S. 335-338) und das Blatt "Adelige in Danziger Kirchenbüchern" (Band 3, S. 8).

Die weitaus meisten Tafeln hat die Verfasserin handschriftlich in klar lesbarer Schrift zusammengestellt und zum Druck gegeben. Bedauernd äußert sie sich dazu selbst im 5. Band (Seite 6 der Vorworte): „Hätte ich bei einer guten Fee einen Wunsch frei, so ließe ich sie sogleich in die gewünschte Druckschrift verwandeln“. Etwa zwei Drittel der Originale sind auf Blätter im Format A4 geschrieben, der Rest im Format A3.

Die Quellen für die Tafeln sind vor allem die Kirchenbücher der Gemeinden St. Peter und Paul, St. Marien, Heilig Geist, Heilig Leichnam sowie die Traubücher von St. Barbara und St. Elisabeth, denn "daß ein Mensch nur einen Teil dieser vielen Bücher lesen kann, dürfte einleuchten" schreibt sie im 1. Band (Vorworte, S. 1). Diese Auswahl ist inhaltlich nirgends begründet - keine der Alt-Danziger Teilstädte ist vollständig einbezogen, aus der Altstadt nur die Hospitalkirche St. Elisabeth, der katholische Bevölkerungsteil fehlt ganz.

Aber: "Hätte ich weiterhin Kirchenbuchauszüge gemacht um mehr Vollständigkeit zu erreichen, wäre mir für die Veröffentlichung dieser Bücher... keine Zeit mehr verblieben" (Vorwort zu Band 2, S.5). Daneben stammen viele Daten auch aus der genealogischen und landeskundlich-historischen Literatur.

Ihren Antrieb für diese riesige Fleißarbeit bezog Dorothea Weichbrodt aus der selbstgestellten Aufgabe "Danzig's Deutschtum durch die Jahrhunderte an seiner Bevölkerung zu beweisen", (Vorwort zu Band 5, S. 6). Viele Belege finden sich als Abkürzungen in den Tafeln. Das Abkürzungsverzeichnis erschließt die am häufigsten zitierten Titel, für andere ist die Kenntnis der Regionalliteratur und manchmal kriminalistischer Spürsinn nötig.

Der räumliche und inhaltliche Umfang der Tafeln geht über den enger gefassten Titel hinaus. Viele Familien aus Elbing, Thorn oder Marienburg, dem ländlichen Westpreußen oder Hinterpommern sind aufgenommen, dazu auch biographische Angaben zu manchen erfassten Personen mit Nachrichten über deren Bildungsgang, berufliche / gesellschaftliche Stellung, auswärtige Lebensabschnitte, Besitzverhältnisse u.v.m., meistens mit Belegen aus der Literatur.

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